Tabakwerbeverbot – Wirksamer Gesundheitsschutz oder Symbolpolitik?

Deutschland ist das einzige Land der EU, dass die Werbung für Tabakprodukte auf Litfaßsäulen, Bushaltestellen und im Kino noch erlaubt. Die Große Koalition hat vor, dies zu verbieten. Dass Rauchen schädlich ist, ist schon längst keine Frage mehr. Allein im Jahr 2013 starben rund 121.000 Menschen an den Folgen von Tabakkonsum. Doch sollte die Werbung für ein Produkt, dass von volljährigen Personen erworben werden kann, verboten werden? Unter anderem über diese Frage unterhalten wir uns in dieser Folge. Dazu hören wir Statements von Dr. Ute Mons vom Deutschen Krebsforschungszentrum, Rainer Spiering, MdB (SPD) und Jan Mücke, Politiker (FDP) und Lobbyist sowie Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse.

In Deutschland rauchen laut Epidemiologischer Suchtsurvey 2018 ca. 23 Prozent der Erwachsenen, das entspricht ungefähr 12 Millionen Menschen.

Im Jahr 2013 starben rund 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das waren 13,5% aller Todesfälle.

Deutschland ist laut Tagesschau das einzige EU-Land, in dem Zigarettenwerbung auf Litfaßsäulen, Bushaltestellen und im Kino noch erlaubt ist.

Die Ausgaben der Tabakindustrie für Werbung, Promotion und Sponsoring beliefen sich im Jahr 2016 auf 212 Millionen €.

Dr. Ute Mons leitet die Stabsstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ).

Rainer Spiering ist Bundestagsabgeordneter für die SPD.

Jan Mücke ist Politiker (FDP) und Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse.

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In der “Berliner Blase” wird Politik gemacht. Hier streiten sich Politiker, Lobbyisten, Beamte und Gewerkschafter um jede noch so kleine Gesetzesänderung. Das ganze wird von den Medien verfolgt und kontrolliert. Sie setzen die Themen und spitzen zu. Dabei wird stets nach dem Kompromiss gesucht. Es geht nicht um die lauteste Stimme sondern um das, was politisch realistisch und durchsetzbar ist.

Matthias Bannas

Lobbyist und Politik-Experte

Egon Huschitt

Journalist und Medien-unternehmer

Stefan Mauer

Hauptstadt- korrespondent Xing News

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Homeschooling – Neue Normalität des Lernens?

Früher hierzulande fast schon verpönt, dank Corona seit März wiederkehrender Bestandteil des täglichen Lebens von Erziehungsberechtigten: Homeschooling. Unterricht von Zuhause aus statt Präsenzpflicht in den Schulen. Die Öffnung von Schulen und Kitas war auch einer der größten Streitpunkte der Ministerkonferenz in dieser Woche, Angela Merkel plädierte angesichts des momentanen Infektionsgeschehens und auftretender Virusmutationen für eine Schließung bis mindestens 14. Februar – und erntete enormen Gegenwind. Die Lösung: Ein Mittelweg. Die Schulen bleiben weiterhin „größtenteils“ geschlossen, einige Bundesländer haben sich für einen Sonderweg mit Notbetreuung oder Unterricht im Wechselmodell entschieden. In dieser Folge von Berlin Bubble gehen Matthias Bannas und Alice Greschkow der Frage auf den Grund: Wie geht es denn eigentlich den Schülerinnen und Schülern mit dem Homeschooling? Dazu haben Sie sich einen besonderen Interviewgast eingeladen: Den 12-jährigen Philipp aus Berlin. https://cdn.podigee.com/media/podcast_16887_berlin_bubble_episode_365585_homeschooling.mp3Podcast (berlinbubble): Play in new window | DownloadSubscribe: RSS

Zukunft der Innenstädte – Stadtzentren im Umbruch?

Nicht erst seit der Corona-Pandemie befinden sich unsere Innenstädte im Umbruch. Der stationäre Einzelhandel hat seit Langem zu kämpfen, Leerstände prägen vielerorts das Stadtbild. Wie könnten sich unsere Stadtzentren in den kommenden Jahren verändert? Welche Maßnahmen könnten dazu beitragen, die Attraktivität der Innenstädte zu steigern? Über diese und weitere Fragen sprechen in der heutigen Folge der Berlin Bubble Egon Huschitt, Stefan Mauer und Alice Greschkow. https://cdn.podigee.com/media/podcast_16887_berlin_bubble_episode_361621_zukunft_der_innenstadte.mp3Podcast: Play in new window | DownloadSubscribe: RSS