Jagen mit Bleischrot – Sollte die Munition verboten werden?

Die Europäische Union will den Einsatz von Bleischrot für die Jagd in Feuchtgebieten verbieten. Obwohl die Munition schon jetzt in einigen Teilen Europas verboten ist, landen jährlich immer noch rund 20.000 Tonnen Blei in der Landschaft. Da sich das Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium nicht einig werden konnte, will sich Deutschland bei der Abstimmung über die Frage enthalten. Umweltschutzorganisationen kritisieren die deutsche Zögerlichkeit. Doch ist Bleischrot tatsächlich umweltschädlicher als die Alternativen und wie steht es um das Tierwohl bei der Jagd? Über diese Themen diskutieren wir in der heutigen Folge Berlin Bubble. Dazu hören wir O-Töne von der Waffenhändlerin Katja Triebel und dem Jäger Ralf-Michael Löttgen.

Laut der europäischen Chemikalagentur landen in der EU jedes Jahr rund 20.000 Tonnen Blei aus Jagdmunition in der Landschaft. Die EU-Kommission will deshalb den Einsatz von Bleischrot in Feuchtgebieten verbieten.

Deutschland will sich jedoch bei der Abstimmung enthalten, da sich das Umweltministerium und das Landwirtschaftsministerium nicht einigen können.

Der WWF wirft dem Landwirtschaftsministerium vor,“sehr nah an der Jagdlobby” gelagert zu sein. Dieses argumentiert, Bleischrot töte Tiere schneller und somit tierfreundlicher. Dies berichtet Deutschlandfunk.

In Deutschland ist das Jagen mit Bleischrot in und über Gewässern laut mdr in allen Bundesländern bis auf Hamburg und Bremen verboten. Auch einige EU-Länder haben ähnliche Regelungen.

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Matthias Bannas

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