Kreditausfall und Bankenkrise – Droht den Banken eine Pleitewelle?

Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) warnt im Zuge der Corona-Pandemie vor einer neuen Bankenkrise. Gefährdet seien insbesondere Sparkassen und Genossenschaftsbanken, da viele kleinere Unternehmen ihre Kredit nicht zurückzahlen könnten. Im schlimmsten Fall drohen den Banken laut Studie Kreditausfälle in Höhe von 624 Milliarden Euro.
In der heutigen Folge diskutieren wir über das dargelegte Szenario sowie mögliche Lösungsansätze, darunter eine Konsolidierung des Bankenmarkts.
Dazu hören wir O-Töne von Reint Gropp, Leiter der Studie und Präsident des IWH.

Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle warnt im
Zuge der Corona-Pandemie vor einer neuen Bankenkrise. Gefährdet seien vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Grund dafür sei insbesondere, dass viele Unternehmen ihre Kredite nicht zurückzahlen könnten.

Im besten Fall seien laut Studie 6 Prozent der Banken akut gefährdet, im schlimmsten Fall könnten bis zu 28 Prozent ernsthafte Probleme bekommen.

Das optimistischste Szenario geht von einem Kreditausfall von 127 Milliarden Euro aus, das pessimistischste von 624 Milliarden Euro.

Studienleiter Reint Gropp empfiehlt der Politik und der
Bankenaufsicht, sich auf eine Verschärfung der Krise
vorzubereiten. Möglich sei, die Banken zu mehr Kernkapital zu verpflichten
bzw. ihnen dazu zu verhelfen. Banken dürften jedoch nicht mit Steuergeldern gerettet werden, ohne eine Restrukturierung des Firmenkreditportfolios.

Außerdem schlägt Gropp eine Konsolidierung des Bankenmarkts vor, um “mittelfristig die Produktivität zu steigern und damit die Wirtschaft zu beleben”.

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Netzgemeinde vs Urheber – Debatte um Urheberrechtsnovelle

Am 7. Juni 2021 ist es soweit. Die EU-Richtlinie zum Urheberrecht soll ins deutsche Recht übertragen werden. Der Gesetzesentwurf, der aktuell dem Bundestag vorliegt, soll das unerlaubte Nutzen von Musik, Bildern, Text- und Filmausschnitte im Internet regulieren. Besonders Plattformen wie YouTube, Facebook oder TikTok, auf denen lizenzierbare Inhalte hochgeladen werden, sollen bezüglich ihrer Haftung strenger ins Visier genommen werden. Der Einsatz von Upload-Filtern soll dem unerlaubten Veröffentlichen entgegenwirken. Allerdings schlägt die deutsche Regierung hier einen Sonderweg ein, der in der EU-Richtlinie nicht vorgeschrieben ist: Der Gesetzesentwurf beinhaltet eine Bagatellklausel für die Upload-Filter, die das quantitative Nutzen von Inhalten ermöglicht. So könnten z.B. Musikstücke bis zu 15 Sekunden online frei genutzt werden. Wie ist der Gesetzesentwurf zu bewerten? Welchen Auswirkungen sind, mit besonderem Hinblick auf die kulturschaffende Szene, zu befürchten? Welche politischen Positionen stehen dahinter? Diese und andere Fragen werden in dieser Woche von Matthias Bannas, Egon Huschitt und Stefan Mauer besprochen. https://cdn.podigee.com/media/podcast_16887_berlin_bubble_episode_444703_netzgemeinde_vs_urheber.mp3Podcast (berlinbubble): Play in new window | DownloadSubscribe: RSS

Betriebsschließungs-versicherungen – erfolgreich gegen Versicherungen klagen?

Auf Grund der Corona-Pandemie müssen viele Unternehmen schließen. Die Gastronomie ist besonders stark betroffen. Viele der Unternehmen haben eine Betriebsschließungsversicherung abgeschlossen. Die Versicherungen verweigern aber in den meisten Fällen die Leistung. In dieser Folge vom berlinbubble Podcast haben wir mit Rechtsanwältin Dr. Tamara Knöpfel und Rechtsanwalt Dr. Hans-Georg Jenssen (Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Versicherungsmakler – BDVM), über das Thema diskutiert. Wovon sind die Erfolgsaussichten bei Klagen gegen Versicherungen abhängig? Welche Strategien nutzen die Versicherungen, um Leistungen zu verweigern und Klagen zu verzögern? Wie hoch sind die Kosten für Versicherungsnehmer, die gegen Betriebsschließungsversicherungen klagen? Welche Auswirkungen haben die Verfahren / die Leistungsverweigerungen auf das Image der Versicherungen? Wie könnten die Versicherungsnehmer besser zu ihrem Recht kommen? Besteht Handlungsbedarf für die Politik? … und wie genau? https://cdn.podigee.com/media/podcast_16887_berlin_bubble_episode_439975_betriebsschliessungsversicherungen.mp3Podcast: Play in new window | DownloadSubscribe: RSS

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In der vergangenen Woche hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden: Der seit 2020 in Berlin geltende Mietendeckel ist nicht mit dem Grundgesetz vereinbar und dementsprechend nichtig. Berlin habe seine Kompetenzen überschritten indem es eigenmächtig eine Deckelung der Mieten beschloss. Kritiker zeigten sich erfreut, Wohnkonzerne wie die Deutsche Wohnen kündigten an, Mietnachforderungen an ihre Mieter zu stellen, Kritiker der rot-rot-grünen-Landesregierung zeigten sich hämisch. Doch das Bundesverfassungsgericht hat nicht die prinzipielle Rechtmäßigkeit oder Notwendigkeit einer Mietendeckelung als verfassungswidrig eingestuft, sondern nur die Regelung auf Landesebene. Wird der Mietendeckel auf Bundesebene zum Wahlkampfthema? Und was wären womöglich sinnvollere Maßnahmen, um der Wohnungsnot und ihren sozialen Folgen Einhalt zu gebieten? Darüber diskutieren in dieser Woche Egon Huschitt, Stefan Mauer und Matthias Bannas. https://cdn.podigee.com/media/podcast_16887_berlin_bubble_episode_427911_mietendeckel.mp3Podcast (berlinbubble): Play in new window | DownloadSubscribe: RSS

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