Obdachlosigkeit – helfen und Konflikte schlichten, nur wie?

„Obdachlosen besser helfen, dafür gibt es breite Zustimmung in der Gesellschaft. Wenn aber viele obdachlose Menschen an einzelnen Orten in der Stadt sehr stark sichtbar sind, kommt es zu Konflikten. Die Situation am Bahnhof Pankow oder im Tiergarten wurden berlinweit diskutiert.

Konflikte vor Ort schlichten und Hilfe organisieren, dass ist eine große Herausforderung für die Verwaltung in den Bezirken und den Berliner Senat. Wo ist Handlungsbedarf? Dabei dürfen die grundlegenden Ursachen für Obdachlosigkeit nicht aus dem Blick geraten, zum Beispiel die psychiatrische Unterversorgung und die zunehmende Einsamkeit in der Gesellschaft. Muss der Berliner Senat mehr investieren und neue Schwerpunkte setzen?

Es diskutieren Dieter Puhl, Berliner Stadtmission, ehemaliger Leiter der Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo und Maik Penn MdA, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin für Treptow-Köpenick und sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion“

Die Zahl der Menschen ohne Unterkunft in Deutschland stieg 2018 auf 41.000 Menschen. In Berlin sollen Schätzungen zufolge zwischen 4000 und 10.000 Menschen auf der Straße leben. Das berichten Morgenpost und Berliner Zeitung

Viele Studien gehen laut der Zeit davon aus, dass Obdachlose besonders unter psychischen Krankheiten leiden.

Maik Penn ist Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses für die CDU und unter anderem Mitglied im Ausschuss für Integration, Arbeit und Soziales.

Dieter Puhl ist der ehemalige Leiter der Berliner Stadtmission und kümmert sich nun für die Stadtmission um den Kontakt zu Politik und Wirtschaft.

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Im Berliner Pub Talk werden in nur 2 x 30 Minuten große Themen auf den Punkt gebracht. Auf dem Podium sitzen neben dem Moderator zwei Experten. Zwei weitere Sitzplätze sind frei. Der Moderator stellt zwei bis drei Fragen zum Warmwerden. Dann kommt das Publikum ins Spiel. Wer mitdiskutieren möchte, nimmt auf der Bühne Platz. Die Sitzplätze auf der Bühne können jederzeit von neuen Teilnehmern aus dem Publikum durch Abklatschen übernommen werden; fishbowl eben.

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